Der ehemalige Bayerische Staatsminister und Tierarzt Dr. Marcel Huber weist nachdrücklich darauf hin, dass eine zuverlässige Identifizierung von Pferden insbesondere bei Ausbruch einer Pferdeseuche, wie z. B. der Ansteckenden Blutarmut der Einhufer oder der Afrikanischen Pferdepest, eine korrekte amtliche Kennzeichnung von Equiden unverzichtbar ist. Nur wenn alle Pferde gültige und korrekt ausgefüllte „Ausweisdokumente“ besitzen, kann sichergestellt werden, dass erforderliche staatliche Seuchenbekämpfungsmaßnahmen auch ordnungsgemäß durchgeführt werden können. Davon profitieren letztendlich alle Pferde in Bayern sowie ihre Besitzer. In der sog. HIT-Datenbank werden die Daten der Pferde sowie die des Tierhalters und des Besitzers erfasst. Dadurch soll zukünftig verhindert werden, dass mehrere Pässe für ein Pferd ausgestellt werden.

Vor der Erstellung eines Pferdepasses müssen die Daten mit der Datenbank abgeglichen werden. Leitfaden_neue Pferdepässe Leitfaden_Abzeichendiagramm Sollten Sie noch alte Anträge haben, die erst nach dem o. g. Zeitpunkt bei uns eingehen, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung, damit wir Ihnen die nötigen Unterlagen für den Tierarzt zukommen lassen können. Diagramme, die nicht von uns ausgegeben wurden, können leider nicht verwendet werden! Eine Zweitschrift kann nur beantragen, wer das Original zuletzt in Händen hielt beziehungsweise verloren hat! Im Zuge der Erstellung einer Zweitschrift erfolgt automatisch die Eintragung als Nicht-Schlachttier, egal welchen Status das Pferd zuvor hatte. Zudem werden die ausgestellten Zweitschriften am Jahresanfang in der Verbandszeitschrift Blickpunkt Zucht veröffentlicht. Wenn der Original-Pferdepass bzw. die Original-Eigentumsurkunde wieder auftauchen, müssen Sie unverzüglich den Landesverband Bayerischer Pferdezüchter e.V. davon in Kenntnis setzen und die Zweitschrift sowie das Originalpapier zurücksenden. Das Originalpapier muss aktualisiert werden und behält seine Gültigkeit. Der Equide wird im Originalpass automatisch zum Nichtschlachttier.

Die Zweitschrift wird eingezogen. Zur Kennzeichnung von Pferden dürfen ausschließlich die amtlichen Transponder, die vom Landesverband Bayerischer Pferdezüchter e.V. ausgegeben werden, verwendet werden. Mikrochips, wie sie für Hunde oder Katzen verwendet werden, sind für die Kennzeichnung von Equiden in Deutschland nicht zulässig. Dies muss vor der Implantierung mit dem Tierarzt besprochen werden! Ein Chip für ein nicht-registriertes Pferd muss vom Tierhalter (=Stallinhaber) oder dem Besitzer des Pferdes schriftlich (per Email, Fax oder Post) beim Landesverband Bayerischer Pferdezüchter e.V. beantragt werden. Vom Landesverband können nur noch Anträge von Antragstellern, die in Bayern wohnhaft sind, bearbeitet werden. Der Transponder wird zusammen mit dem Antrag zur Ausstellung eines Equidenpasses an den Antragsteller versandt. Anschließend kann er von Ihrem Tierarzt oder einem unserer Kennzeichnungsbeauftragten implantiert werden. Den vollständig ausgefüllten Antrag schicken Sie an den Landesverband zurück.

Bitte beachten Sie hierbei, dass nur vollständig ausgefüllte Anträge (Angabe der Betriebsnummer und Registriernummer ist Pflicht) bearbeitet werden können.